Passagierflusssimulation für den Bahnhof in Sotschi zu den Olympischen Spielen 2014

Passagierflusssimulation für den Bahnhof in Sotschi zu den Olympischen Spielen 2014

Der Adler – Alpika-Servicebahn ist eins der Haupt-Infrastrukturprojekte der 2014 in Sotschi stattfindenden Olympischen Winterspiele in Russland. Athleten und Besucher werden diese Bahn nutzen, um in die Bergstadien und Eispaläste zu gelangen. Die geschätzte Transportumschlagsleistung dieser Bahn beträgt maximal 8.500 Passagiere pro Stunde. Die Intervalle zwischen den Zügen sind mit 6-8 Minuten veranschlagt.

NIIAS ist ein wissenschaftliches Institut, das sich auf Bahnverkehr und Infrastrukturmanagement spezialisiert hat. Diese Organisation ist seit über 50 Jahren im Bereich der Bahnautomatisierungstechnik und der Anwendung moderner IT-Technik tätig. NIIAS wurde damit beauftragt, die Stationen für die Adler-Alpika-Servicebahn zu gestalten.

Als ein Teil des Verkehrsfluss-Organisationsprojektes wurden fünf Modelle von Bahnstationen mit der AnyLogic Software simuliert. Die AnyLogic Fußgänger-Modellierungsbibliothek half dabei, die kürzest möglichen Intervalle zwischen Zügen zu bestimmen und Lösungen für die gewünschte Transportumschlagsleistung an den Stationen zu finden. Die Modellierungsergebnisse zeigten zudem, dass erst nach den Olympischen Spielen Ticketschranken eingerichtet werden sollten, um den zu erwartenden, hohen Fußgängerverkehr nicht abzubremsen.

Railway station Sochi

Um maximale Realitätsnähe in der Passagier-Verkehrsflusssimulation zu erreichen, wurde eine agentenbasierte Modellierungsmethode genutzt. Es ist die einzige Modellierungsmethode, die individuelles Passagierverhalten berücksichtigt. Diskret-ereignisorientierte Modellierung wurde in diesem Projekt ebenfalls genutzt, um die Bahnbewegungen zu simulieren. NIIAS Spezialisten stellten fest, dass die Vorteile von AnyLogic die Unterstützung aller Simulationsmethoden sowie das Vorhandensein einer umfassender Bibliothek für Fußgänger- und Zugverkehrmodellierung beinhalteten.

Indem die diese Simulationsergebnisse nutzen, setzen die NIIAS Spezialisten ihre Arbeit am Projekt fort, unter Berücksichtigung neu entdeckter Faktoren und Einschränkungen. Das von dem NIIAS Spezialisten Alexander Ignatenkov begonnene Simulationsmodell wird in der Regel in der Planung neuer Gleiswege und Stationen eingesetzt. Damit wurde die Anzeigezeit der Passagiere vor der Ankunft von Hochgeschwindigkeitszügen berechnet und der Zugverkehr an Brücken bei der projektierten Hochgeschwindigkeitsstrecke Moskau – Smolensk – Usovo simuliert.

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