Mit AnyLogic durch den Ärmelkanal

1994 wurde der Eurotunnel eingeweiht, der Paris direkt mit London verbindet. Ursprünglich sollte dieser den Handel zwischen den beiden europäischen Hauptstädten erleichtern, sehr schnell jedoch war der Eurotunnel für den Personentransport von großem Interesse. Tatsächlich überqueren jedes Jahr 50 Millionen Passagiere den Ärmelkanal. 2010 beispielsweise wickelte das Unternehmen Eurostar 70% des Personenverkehrs zwischen Paris und London ab. Der Eurostar konnte die Bahn als wichtigstes Beförderungsmittel im Personenverkehr zwischen den 2 Hauptstädten mit 20 Hin-und Rückfahrten pro Tag durchsetzen. Darüber hinaus hat die Organisation der Olympischen Spiele 2012 in London zu einem erhöhten Aufkommen von Personen, die den Eurostar nutzen, geführt, was somit die Bedeutung eines gut funktionierenden Terminals um ein Vielfaches erhöhte.

Um die Effizienz beim Management des Grenzübergangs im Bahnhof zu steigern (beeinträchtigt durch die administrative Komplexität der aufgezwungenen Prozesssteuerung ), müssen bei einer angemessenen Neuordnung des Terminals viele wichtige Elemente berücksichtigt werden, wie zum Beispiel die Passagierströme, unterteilt nach Typologie, Anzahl der vorhandenen Kontrollstellen sowie der dort bestehende Passagierfluss, Warte- und Kontrollbereiche und schließlich eine eventuelle Vororientierung der Passagiere.

Die « SNCF Gares & Connexions » hat sich an die Tochterfirma AREP und das Beratungsunternehmen für Modellierung EMSYSS für technische Unterstützung durch die Firma AnyLogic Company gewandt - Editor der Simulationssoftware AnyLogic – um eine Simulation zu entwickeln, die die Nutzung des Transmanche-Terminals von Paris Gare du Nord optimieren sollte. Das Hauptziel war, die Wartezeit von Passagieren vor und an den Kontrollstellen zu reduzieren. Durch das Modell konnten eventuelle Störungen in diesen Bereichen lokalisiert, ausgewertet und dargestellt werden.

Dank der einzigartigen technischen und funktionalen Eigenschaften der AnyLogic-Software konnten verschiedene Aspekte der Kontrollbereiche des Transmanche-Terminals des Gare du Nord in Paris modelliert und simuliert werden. Durch diesen Prozess konnten wir Schwierigkeiten beheben und die Erwartungen von Eurostar, wie zum Beispiel die Nutzung des Terminals zu optimieren und gleichzeitig das Reiseerleben der Passagiere positiv zu gestalten, erfüllen.


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