Das beste Konzept für einen Personenwaggon wählen

Problem:




Tver Carriage Works, der größte Hersteller von Eisenbahnfahrzeugen der GUS, musste das beste Konzept eines Personenzugs für eine Stadtbahn wählen. Die Anlage musste die Ein-und Ausstiegszeiten von Passagieren während Spitzenzeiten für Konzepte mit unterschiedlicher Anzahl und Breite von Türen vergleichen, und dann die beste Variante auswählen. Für die Durchführung dieser Aufgabe beauftragten sie ITS Consulting. Die Berater fanden, dass die Simulationsmodellierung von Passantenströmen am besten dafür geeignet ist, eine Lösung zu finden.


LÖSUNG:

Als Eingangsdaten wurden fünf Konzepte für Eisenbahnwaggons vorgelegt. Um das beste Konzept auszuwählen, mussten die Berater diese anhand der folgenden Kriterien vergleichen:

  • Die Zeit bis der Waggon voll ist
  • Evakuierungszeit
  • Einstiegs-/ Ausstiegszeiten an den Stationen
  • Durchschnittliche Weglänge am Ausgang
  • Populationsdichte in Eisenbahnwaggons

Um Passagierbewegungen zu simulieren und die Prozesse zu visualisieren, verwendeten die Modellierer die AnyLogic Pedestrian Library, zusammen mit einer 2D- und 3D-Animation.


Um das Modell realistisch erscheinen zu lassen, teilten sie die Passagiere in verschiedene Kategorien ein (standardmäßige Passagiere, ältere Passagiere und Passagiere mit Gepäck), wobei jede Kategorie ihr eigenes spezifisches Verhalten hatte, sogar ein Szenario, in dem ein Passagier seinen Sitzplatz einen anderem Passagier überlässt, wurde miteinbezogen.


Die Passagiere in dem Modell stiegen in zufälliger Reihenfolge in die Züge ein und aus, ähnlich den realen Bedingungen des öffentlichen Transportwesens. Die Modellierer verwendeten durchschnittlich 50 Statistikzyklen für die Analyse.


Dreitüriger Personenzug von der Seite und von oben
Dreitüriger Personenzug von der Seite und von oben

ERGEBNIS:




Dank der Funktionalität der Dichteabbildung zeigte das Modell, dass dreitürige Konzepte, im Vergleich zu den anderen Varianten, zu einer effektiveren Nutzung des Raums zwischen den Türen führten.


Die Simulationsmodellierung von Passantenströmen zeigte, dass das Konzept mit drei 1400 Millimeter breiten Türen minimale Eingangs- / Ausgangs- und Evakuierungszeit bedeutete. Ein größerer Freiraum in 3-türigen Waggons ermöglichte einen effektiveren und komfortableren Transport während der Stoßzeiten und bot gleichzeitig genug Sitzplätze für Passagiere außerhalb der Stoßzeiten.


Die Ergebnisse wurden für den Entwurf des neuen Elektrotriebzugs EG2TV Tver Carriage Works verwendet.

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